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Von Suppenhühnern und transnationalen Räumen

06.10.2011
Der WIR!-Stand

WIR! bei der 2. Fachtagung Interkulturelle Bildung

Seit der Fachtagung am 30. September und seit der Begegnung mit Herrn Universitätsprofessor Dr.phil. Paul Mecheril weiß ich, dass es die Migrationspädagogik gibt; dass es um Bildungsgerechtigkeit geht; dass ca. 36% MMM´s in Mannheim leben. MMM´s sind Menschen mit Migrationshintergrund und ich frage mich die ganze Zeit, warum mir dieser Begriff immer mehr aufstößt und mich langsam an ein Etikett auf einem Suppenhuhn erinnert.

Herr Professor Mecheril´s Vortrag steht nach den Gruß- und Einführungsworten als erster Punkt auf dem Fachtagungs-Programm, und für mich ist dieser Vortrag seit langer Zeit mal wieder ein Ur-Erlebnis. Durchgeschüttelt einerseits vor Lachen, andererseits vor Staunen, drittens vor Erschrecken.
Begriffe wie kulturelles Kapital, Rassenkonstruktionen, transkulturelle Pädagogik und Transmigration fliegen mir um die Ohren – beim Begriff “transnationale Räume” klickt es in mir.

Ist es nicht das, was wir mit dem Projekt WIR! wollen – transnationale Räume schaffen, in denen transkulturelle Begegnungen möglich werden?!! Räume, in denen „A plus B“ etwas Neues ergibt, Hybride entstehen, ähnlich dem kulturellen Gemisch in jeder Großstadt.
Ich bin begeistert vom Vortrag und begeistert vom Start in diese Fachkonferenz!

In der anschließenden Pause wird das Foyer der Abendakademie zu einem großen Basar. An unserem WIR! Stand treffen wir haufenweise interessante Kooperationspartner, erste Annäherungen finden im Gespräch statt, konkrete Begegnungstermine werden gemacht, Schulkontakte geknüpft und, und, und… – Produktiver kann eine Fachtagung die Projekte nicht verknüpfen.
Auch die weiteren Programmpunkte bringen spannende Impulse, vor allem die konkreten Beispiele guter Kooperationen, wie die Zirkuskinder von der Rheinau und die kleinen Museumsführer von der Keplerschule, die ihre „Kollegen“ durchs REM führen.

Beladen mit viel neuem Infomaterial, vor allem aber mit guten neuen Kontakten und immer noch dem Begriff MMM`S im Kopf fahre ich gegen 17 Uhr zurück in den Jungbusch – mit dem Gefühl gleich morgen mit dem Bau erster transnationaler Räume beginnen zu wollen!

Eure Gerburg

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